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Das Steinzeitspiel



In meiner Freizeit, wenn ich nicht gerade mit Fußball beschäftigt bin, spiele ich das Online-Spiel



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Beim SteinZeitSpiel lebt ihr als Höhlenmensch in einer Welt, die viel stärker durch die Natur als durch den Menschen geprägt ist. Ihr jagt Nahrung und sucht Wasser, um zu überleben. Mit Glück findet ihr hin und wieder etwas Gold, mit dem ihr eure Reserven bei anderen Spielern auffrischen könnt. Manche Menschen haben sich in Stämmen vereinigt und gehen ihren gewählten Berufen nach. Der eine ist Wassersucher, der andere Steinmetz oder Schamane. Sie bauen sich Häuser und wärmen sich am gemeinsamen Lagerfeuer, so dass jeder Einzelne profitiert. Aber die Steinzeit hat auch ungemütliche Seiten. Stammeskämpfe, verlustreiche Talkämpfe oder kleinere Schlägereien unter Steinzeitmenschen sind an der Tagesordnung.


Die Oberfläche ist zwar etwas karg - man kann eigentlich kaum von Grafik sprechen. Dafür sorgt die phantasievolle Beschreibung der Umgebung und der Ereignisse für eine einnehmende Atmosphäre. Die vielen Links zu Aktionen, Karten und Handel sind in einer langen Aufreihung am linken Rand des Bildschirms verstaut. Informationen zu eurem Spieler und dem aktuellen Tag sind rechts aufgelistet. In der Mitte erscheinen jeweils die gewählten Unterkategorien mit etwas mehr Übersichtlichkeit.


Ihr startet auf einem der quadratischen Felder in der Steinzeitwelt mit etwas Nahrung, Wasser und ein wenig Gold. Ihr könnt euch in der Waffenhöhle einen einfachen Stock als Waffe erwerben und ihn über das Inventar ausrüsten. So bewaffnet, könnt ihr euch bereits einigermaßen gegen Angreifer wehren. Um euch Nahrung zu besorgen, könnt ihr 30, 60 oder sogar 120 Minuten auf die Pirsch gehen. Je mehr Zeit ihr investiert, desto größer sind die Chancen auf Erfolg. Es gibt eine Vielzahl von wilden Tieren, von Ratten bis zu Mammuts, die verschieden viel Jagdgeschick erfordern und mehr oder weniger Nahrung liefern.


Bei der Berufswahl könnt ihr euch zwischen fünf Berufen entscheiden: Der Holzfäller ist für das Fällen von Holz und die Herstellung von Kohle zuständig. Der Steinmetz baut Stein und Kupfer ab. Der Wassersucher findet viel mehr des kostbaren Nass als alle anderen Berufsklassen. Der Schamane braut Tränke und ist der einzige, der Zinn abbauen kann. Der Waffenschmied verarbeitet die von den anderen Klassen gesammelten Rohstoffe zu Waffen. Für manche Aufgaben ist es nötig, gewisse Ausbaustufen zu erreichen. Dazu muss man sich erstmal ein Stück freies Land für Gold kaufen und dieses ausbauen. Auf fremdem Land dürft ihr nicht eurer Arbeit nachgehen, da die Rohstoffe begrenzt sind. Nur durch bestimmte Tränke kann ausgelaugtem Land noch etwas abgewonnen werden. Das Wetter spielt bei allen Tätigkeiten eine wichtige Rolle. So ist es an sonnigen Tagen fast unmöglich, Wasser zu finden. Dafür eignen sich diese Tage besonders zum Arbeiten. Bei Regen oder Schnee ist es sehr leicht, Wasser zu finden. Und bei bewölktem Himmel oder Nebel klappt alles nicht so recht.


Euer Steinzeitmensch verbraucht bei der Arbeit Nahrung und jeden Tag etwas Wasser, deshalb solltet ihr immer ein Auge auf eure Vorräte haben. Wenn eure Nahrungsreserven Null erreichen, stirbt euer Steinzeitmensch an Hunger. Bei Müdigkeit von 100% oder Wasserknappheit könnt ihr nicht mehr arbeiten gehen und müsst euch dringend etwas Wasser kaufen oder schlafen. Auf dem Markt könnt ihr alles Mögliche kaufen und verkaufen. Von Wasser über Waffen bis hin zu Rohstoffen werden hier die Angebote der anderen Spieler aufgelistet. Ihr könnt natürlich auch eure Waren auf dem Markt zu euren Preisen anbieten. Die Währung beim Handeln ist immer Gold. Dieses findet ihr entweder per Zufall auf einem Ausflug oder erbeutet es im im Kampf mit anderen Steinzeitmenschen. Für jede Aktion bekommt der Ur-Mensch Erfahrungspunkte, die man auf Attribute wie Stärke, Geschwindigkeit, List, Ausdauer, Geschick oder Intelligenz verteilen darf. Je nachdem, ob ihr euch auf die Jagd, den Kampf oder die Arbeit konzentriert, sind diese Attribute hilfreich oder hinderlich.


Das Leben als einsamer Steinmensch ist nicht nur anstrengend, sondern auch gefährlich. Innerhalb eines Stammes helfen und schützen sich die Menschen gegenseitig. Das Lagerfeuer vertreibt zudem wilde Tiere. Jeder Stamm verfügt über verschiedene Lager, in denen die Mitglieder ihre erwirtschafteten Rohstoffe, Waffen, Werkzeuge und Tränke ablegen können. Dadurch werden große Bauvorhaben möglich – etwa ein Altar, ein Wall, der euch gegen feindliche Stämme schützt, oder sogar ein Weltwunder. Auch der Erwerb von hochentwickelten Waffen wie Stock mit Bronze oder Pfeil und Bogen sind durch fleißiges Zusammentragen von Rohstoffen zu realisieren und verhelfen dem Stamm zu Vorteilen in den Stammeskämpfen. Innerhalb eines Stammes gibt es ein eigenes Stamm-Forum, in dem die neuesten Nachrichten sowie Klatsch und Tratsch intern ausgetauscht werden können. Hier wird auch diskutiert, was mit den Rohstoffen aus dem Lager geschehen soll. Denn nur Mitglieder mit Lagerrechten können Rohstoffe aus dem Lager nehmen und verteilen. Die Stammeskämpfe werden zwischen den fünf stärksten Kämpfern zweier Stämme ausgetragen. Wird ein Stamm herausgefordert, hat der Anführer 24 Stunden Zeit, den Kampf abzulehnen oder anzunehmen. Nimmt er ihn an, findet der einstündige Kampf statt. Der siegreiche Stamm bekommt einen Punkt für gewonnene Kämpfe in der Stammes-Liste und die Teilnehmer zusätzlich Erfahrungspunkte. Der Stamm der Verlierer bekommt einen Niederlagen-Punkt in der Liste, die Teilnehmer können für 120 Minuten verletzt sein und der Wall ihres Lagers wird beschädigt. Trotzdem bekommen die Teilnehmer als schwachen Trost ein paar Erfahrungspunkte. Jeden Tag finden in fünf verschiedenen Tälern Tal-Kämpfe statt, zu denen sich jeder Einzelne mit einem Einsatz an Rohstoffen anmelden kann. Die fünf Täler fordern verschiedene Erfahrungspunkt-Grenzen, um den Kampf interessant zu halten. In den Tälern wird über zwei Runden gekämpft und der Einsatz an die Gewinner verteilt. Jeder Teilnehmer, ob besiegt oder nicht, erhält Erfahrungspunkte. Die primitivsten Kämpfe sind die Einzelkämpfe, in denen Mensch gegen Mensch antritt. Ihr sucht euch einfach einen Gegner mit 15 Erfahrungspunkten mehr oder weniger als ihr selber aus der Liste aus und kämpft eine halbe Stunde gegen ihn. Bei Erfolg bekommt ihr Erfahrungspunkte und möglicherweise ein Goldstück. Bei einer Niederlage bekommt der Gegner eines eurer Goldstücke, und ihr seid zwei Stunden verletzt. Kämpfe sind zwar ein gefährlicher, aber auch ein sehr schneller Weg zum Aufstieg.


Das SteinZeitSpiel könnte zwar etwas Feinschliff gebrauchen, bietet aber interessante Spielmöglichkeiten. Steinzeitmenschen sind hier nicht einfach menschenähnliche Affen. Das Spiel beweist, wie weit man auch damals schon mit Teamgeist, Durchsetzungsvermögen und harter Arbeit kommen konnte. Dass ein Spiel mit so wenig Grafik so viel Tiefe erzeugen könnte, hätte ich mir am Anfang nicht träumen lassen, aber das SteinZeitSpiel hat diesen Charme, der es zu etwas ganz Besonderem unter den Browsergames macht.

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